Meine Damen und Herren, willkommen in Coruscant. Oder zumindest etwas, das genauso aussieht. Von meinem Bullauge aus kann ich mehrere blaue und weisse Hochhaeuser, die einen Teil des Cruise Terminals ausmachen, und die Seilbahn die das Festland mit der Insel Sentosa dem Disneyland fuer Erwachsene verbindet, sehen. Ueberall in der Stadt gibt es Bildschirme, die die Fussgaenger nicht nur mit Vorfilmen und Werbespots fuer die Sehenswuerdigkeiten der Stadt beschallen, sondern auch mit den dazugehoerigen Soundtracks. Die Malls (und es gibt jede Menge davon) haben nicht nur alles, was ein westlicher Shopper begehren koennte, sondern auch alles, was die asiatische Bevoelkerung gerne hat. Fussgaenger ueberqueren nicht die Strasse sondern benutzen Unterfuehrungen Unterfuehrungen die drei Stockwerke in die Tiefe gehen, in denen man Starbucks und Apple Stores findet, und die gross genug sind, dass man sich darin verlaufen kann was wir auch prompt mehrmals getan haben. Weisse um Hilfe zu bitten bringt da nicht viel sie sind meistens selber Touristen. Aber die Locals sprechen alle gut genug englisch, um einem weiterhelfen zu koennen, oder einen zumindest stumm in die richtige Richtung zu weisen.
Fuer meine amerikanischen Freunde, die von den oeffentlichen Verkehrsmitteln in der Bay Area schwaermen, waren die Busse und die MRT (Metro) die Quelle endloser Verwunderung. Busse, die sich tatsaechlich an einen Fahrplan halten? Saubere Bahnen? Oder - fuer den Semester at Sea-gewoehnten Reisenden noch erstaunlicher Festpreise fuer Taxis? Auch wenn ich nicht vor Begeisterung sprachlos war, muss ich zugeben, dass auch ich beeindruckt war. Obwohl die Metro dem BART-System sehr aehnlich ist, was die Scanner an den Eingaengen und Ausgaengen angeht, ist sie sehr viel Umwelt- und Benutzer-schonender. Die Fahrkartenautomaten haben ein Touchpad, auf dem man auf einer Karte die richtige Station anwaehlt (d.h., man muss nicht doppelt und dreifach ueberpruefen, dass man die richtige Nummer oder Preisklasse angegeben hat), und spucken nach dem Bezahlen eine kleine Plastikkarte aus, die man nach der Fahrt an den gleichen Maschinen gegen einen Sing Dollar eintauscht. Hier werden auf jeden Fall keine Baeume verschwendet.
Wenn man die Groesse der Stadt bedenkt, ist es erstaunlich, wieviele coole Sachen man machen kann. Obwohl es Sonntag Abend war, waren ueberall Halloweenaktivitaeten. Ich war auf einer Halloween-Nachtrundfahrt im Zoo (der angeblich einer der besten der Welt sein soll). Wir haben Essen von so ziemlich jedem Kontinent serviert bekommen, weil singaporeanische Kueche nun mal so aussieht, und ausserdem voellig verrueckte Nachtische wie Drachenfrucht und chinesischen Baumkuchen, der im Grunde nur aus regenbogenfarbigen Tapiocalagen besteht. Die Nachtrundfahrt selber war einfach nur verrueckt. Der Zoo hat keine Kaefige, also ist das einzige, was einen von den Hyaenen, Elefanten, Loewen, Tigern, Wasserbueffeln, Hippos und einigen exotischen Viechern, von denen ich noch nie etwas gehoert hatte, trennt, ist ein Graben. Dieser Graben ist angeblich tief genug, dass die Tieren und die Menschen jeweils auf ihrer Seite bleiben, aber es war trotzdem sehr ernuechternd zu realisieren, dass alle diese Tiere riesig sind. Man kriegt in einem normalen Zoo oder auf einer Safari nicht so richtig ein Gespuer dafuer, aber wenn sie nur ein paar Meter entfernt liegen, wird einem schon klar, dass Menschen in der freien Wildbahn nicht ganz oben auf der Hackordnung waeren.
Die Halloweendeko hat das Ganze gleich noch etwas besser gemacht. Sie war relativ zahm, vorallem weil viele Kinder im Zoo unterwegs waren, aber es war trotzdem ein bisschen unheimlich, die Zombies und Geister (oder Zoomitarbeiter, die als Zombies und Geister verkleidet waren) aus dem Wald hervorkommen oder voellig unerwartet auf unsere Bahn springen zu sehen. Ausserdem hatte unser Fuehrer die unheimlichste Lache, die man sich vorstellen kann. Ich muss wohl nicht noch hinzufuegen, dass ich sehr viel Spass hatte, auch wenn ich die mysterioese Pontianak, von der unser Fuehrer staendig sprach, nicht zu sehen bekommen habe. Ich gehe davon aus, dass sie die asiatische Variante der weissen Frauen ist, aber ohne Internet ist es schwer, so etwas herauszufinden. :(
Nach dem Zoo gings dann gleich weiter zu Clarke Quay, Singapurs Partyzone. Man hat schon gemerkt, dass es Sonntag Abend war, aber es waren trotzdem noch einige Leute unterwegs. Es hat Spass gemacht, aber ich wuerde es wahrscheinlich nicht weiter erwaehnen, wenn die Gegend nicht so verrueckt gewesen waere. Das ganze Gebiet wird von einem Dach ueberspannt, damit die aufgetakelten Jungs und Maedels nicht nassgeregnet werden, es gibt einen riesigen Springbrunnen und Clubs wie die Clinic, in dem man in Rollstuehlen sitzt und Getraenke mit Strohhalmen aus einem Tropf trinkt. Es gibt sogar ein Schild, bei dem man sich in eine Schlange stellt, um auf ein Taxi zu warten. Und es ist natuerlich alles einwandfrei sauber dafuer, dass sich hier die Betrunkenen aufhalten.
Frueh am naechsten Morgen (fuer meinen Geschmack ein bisschen zu frueh >.>) haben wir uns auf den Weg nach Sentosa, dem Spielplatz fuer Erwachsene, gemacht. Hier gibt es Kasinos, Straende und Strandbars, Einkaufszentren, Resorts, riesige Suesskramlaeden, und, ach ja, Universal Studios. Da sind wir nicht hingegangen. Stattdessen haben wir in einem der zehn besten Restaurants der Welt, dessen Name ich natuerlich vergessen habe, zu Mittag gegessen, und dann eine halbe Stunde in einem der Suesskramlaeden verbracht. Wusstet ihr, dass es Kissen gibt, die wie M&M Tueten oder Hersheys Riegel aussehen? Die sind richtig suess. Ich war echt in Versuchung.
Nachmittags hat sich unsere Gruppe dann weitgehend aufgeloest und ich bin mit Amanda und Kelly zum Singapore Flyer, dem groessten Riesenrad der Welt, weitergezogen. Einmal rum dauert ungefaehr 40 Minuten in einer klimatisierten Kapsel, in die 28 Leute passsen. Bei 28 Kapseln koennt ihr das ja mal selber ausrechnen. Aber es war Montag Mittag, deswegen hatten wir eine Kapsel fuer uns allein. Das Rad ist nach Feng Shui-Prinzipien designed, deswegen dreht es sich auch im Uhrzeigersinn, und deswegen taucht die 28 auch ueberall auf. Aber das vergisst man schnell, wenn man nach unten schaut und realisiert, wie hoch oben man eigentlich ist. Leider war es nicht hoch genug, um oben auf das drei-gebauedige Hotel mit dem Infinity Pool auf dem Dach, in dem einige SAS Studenten uebernachtet haben, draufzuschauen. Ich haette gerne die 20 Dollar bezahlt, um selbst mal den Pool zu besichtigen, aber wir hatten keine Zeit mehr. Der Flyer wars aber wert, und wenn nur, um die tausende von Schiffen zu sehen, die am Hafen an- und ablegen. Man hoert zwar, dass Singapur ein wichtiger Handelshafen ist, aber tatsaechlich Frachter bis an den Horizont zu sehen ist noch mal was ganz anderes.
Unser letzter Stopp in Singapur war Max Brenners, ein Laden, der jede erdenkliche Form von Schokolade verkauft. Heisse Schokoladengetraenke, kalte Schokogetraenke, Schokoladenpfannkuchen, Schokoladensuppe, und dann einfach nur gute alte Schokolade. Es gibt auch einen in New York, also fuer die Schokoladenliebhaber an der Ostkueste wuerde sich ein Besuch echt lohnen.
Also, hier haben wir eine Stadt, die schoen, sauber, und gruen ist. Die Regierung hat in den Sechzigern eine Begruenungskampagne gestartet, deswegen gibt es soviele Pflanzen wie Hochhaeuser. Jeder Einwohner hat ein Zwangs-Sparkonto, auf das 20% des Einkommens eingezahlt werden, und 80% der Bevoelkerung lebt in staatlichen Wohnungen. Und ganz im Ernst das sind echt schoene Wohnungen. Die oeffentlichen Verkehrsmittel sind extrem effektiv, und die Passkontrolle lief absolut problemlos ab.
Klingt himmlisch, nicht? Ist es schon, bis man bedenkt, dass die Stadt nur so sauber und nett und sicher ist, weil die staatliche Kontrolle so extrem ist. Weibliche Einwohner, die keine offiziellen Staatsbuerger sind, muessen alle drei Monate testen lassen, ob sie schwanger sind. Sind sie es, koennen sie ihr Kind entweder abtreiben oder gehen nur, damit die Zahl der Immigrantenbabies, die Anspruch of Staatsbuergerschaft erheben koennten, minimal bleibt. Wenn man mit in der Metro mit brennbaren Fluessigkeiten erwischt wird, zahlt man 5000 Dollar (ja, mit drei Nullen) Strafe. Von der Zwangstodesstrafe fuer den Besitz von mehr als 2 Gramm Heroin oder 15 Gramm Gras gar nicht zu sprechen. Vor ein paar Jahren wurde ein Mitglied einer Koenigsfamilie (aus welcher wollte mir aus irgendeinem Grund keiner sagen) wegen Marihuana-Besitz hingerichtet. Also ist Singapur nicht meine Traumstadt. Aber wenn sie die Gefaengnisstrafen ein bisschen herunterfahren und die Todestrafe abschaffen wuerden, koennte sie es sein.
Alles Liebe von 07˚ 7.6N/107˚ 9.7E
Alexa
[Sorry, dass ich diesen Blog for dem ueber Indien poste. Indien war fuer mich haerter als die anderen Laender, und ich versuche immer noch, meine Zeit dort in Worte zu fassen. Aber ich wollte euch nicht bis nach Vietnam aufs naechste Update warten lassen, also habe ich Singapur vorgezogen. Tut mir Leid. :( Ich versuche auf jeden Fall so bald wie moegluch ueber Indien zu schreiben.]
Tuesday, November 2, 2010
Neues vom Boot: Singapur
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Here is what I found on Wikipedia wrt Pontianak:
ReplyDeleteThe Pontianak, Kuntilanak, Matianak or "Boentianak" (as known in Indonesia, sometimes shortened to just kunti) is a type of vampire in Malay folklore and Indonesian mythology, similar to the Langsuir. Pontianak are women who died during childbirth and became undead, seeking revenge and terrorizing villages. The name “pontianak” is reportedly a corruption of the Indonesian or Malay “perempuan mati beranak”, or “she who has died in childbirth” …
In folklore, a Pontianak usually announces its presence through baby cries or assumes the form of a beautiful lady and frightens or kills those unlucky enough to come too close. It disguises itself as a beautiful young woman mainly to attract its victim (usually male). Its presence can sometimes be detected by a nice floral fragrance identifiable as that of the Tuberose, followed by an awful stench afterward. In his 1977 short story collection The Consul’s File Paul Theroux posits that the phantom is an invention of Malay wives who wanted to discourage their husbands from random sexual encounters with women that they met on the road at night.
Gauging how far away a pontianak is by its cries is very tricky. The Malays believe that if the cry is soft it means that the pontianak is near, and if it is loud then it must be far. Some believe that if you hear a dog howling, that means that the pontianak is far away. But if a dog is whining, that means the Pontianak is nearby.
A Pontianak kills its victims by digging into their stomachs with its sharp fingernails and devouring their organs. Pontianaks must feed in this manner in order to survive. In some cases where the Pontianak desires revenge against a male individual, it rips out the sex organs with its hands. It is believed that Pontianaks locate prey by sniffing out clothes left outside to dry. For this reason, some Malays refuse to leave any article of clothing outside of their residences overnight.
Some believe that having a sharp object like a nail helps them fend off potential attacks by Pontianaks, the nail being used to plunge a hole at the back of the Pontianak's neck. It is believed that this will turn the Pontianak into a beautiful woman, until the nail is pulled off again. The Indonesian twist on this is to plunge the nail into the apex of the head of the kuntilanak.
The Pontianak is associated with banana trees, and its spirit is said to reside in them during the day.